Geschützte Systemdateien unter Mac Os Lion bearbeiten

Manchmal möchte man Systemdateien unter Mac Os X bearbeiten. Bis Snow Leopard funktionierte dies mit dem Terminal Kommando

sudo /Applications/TextEdit.app/Contents/MacOS/TextEdit /etc/hosts

(Öffnet die hosts Datei mit TextEdit samt Schreibrechten)

Apples jüngstes Kind Mac Os X Lion hat hier eine Sandbox vorgestellt, die Manipulationen an Systemdateien verhindern soll. Obiges Kommando führt unter Lion nur noch zu einer Kopie der hosts und lässt die Ursprungsdatei unangetastet.

Um nun unter Lion die Sicherheitsbestimmungen zu umgehen, greift man auf GNU Nano zurück, ein Editor der im Terminal läuft:

sudo nano /etc/hosts

öffnet die host Datei. Ähnlich wie vim lässt sich Nano mit verschiedenen Buchstaben-Kommandos steuern, die unten im Terminal angezeigt werden.

Veröffentlicht in Von Äpfeln und Birnen | Getagged , | 1 Kommentar

Google Preview zu Dart

Noch bevor die Entwicklerkonferenz GOTO in Aarhus seine Türen wirklich geöffnet hat, hat Google die neue Programmiersprache Dart vorgestellt.
Dart soll eine Alternative zum weitverbreiteten JavaScript sein. Dabei legt Google höchsten Wert auf Performance: Dart soll vom Mobiltelefon bis hin zur Serverumgebung gerade bei großen Projekten um einiges performanter sein als JavaScript.
Continue reading “Google Preview zu Dart” »

Veröffentlicht in Allgemein | Getagged , , | Kommentieren

Mac OS X Lion und Wlan Abbrüche

Schon kurz nach der Veröffentlichung von Mac OS X Lion häuften sich Beschwerden, die von Wlan Abbrüchen oder einer „Überschreitung des Zeitlimits“ berichteten. Das Update auf 10.7.1 versprach Abhilfe. Leider finden sich in den entsprechenden Foren immer noch zuhauf Berichte über diverse Probleme mit der WLAN Verbindung, von Verbindungsabbrüchen bis zu fehlender Zuteilung einer IP Adresse (Ausrufungszeichen in der Netzwerkanzeige). Die Verbindungsprobleme lassen sich auf jeden Fall auf Mac OS X Lion zurückführen, egal ob iMac, neues oder altes Mac Book (Pro), jede Geräteklasse scheint betroffen. Upgrader häufiger als frische Installationen.

Leidgeprüfte, die sich an den Apple Support wenden erhalten mitunter kreative Lösungsideen. Mein persönliches Highlight ist der Anschluss eines alten Mac Books mit 10.4 oder 10.6 per Ethernetkabel und der Einrichtung als Hot Spot, angeblich soll es helfen…

Etwas weniger abenteuerlich sind die Lösungen die wir zusammengetragen und verifizieren konnten. Je nach individueller Konfiguration sollte einer der Tipps mit dem Wlan Problem aufräumen.
Continue reading “Mac OS X Lion und Wlan Abbrüche” »

Veröffentlicht in Mud Check, Von Äpfeln und Birnen | Getagged , , | 5 Kommentare

Danke Linus

I’m doing a (free) operating system (just a hobby, won’t be big and
professional like gnu)

Linus Benedict Torvalds, 26.August 1991

Danke Linus!

Danke für dein kleines Betriebssystem, das nicht groß oder professionell wird
Danke für das Internet
Danke für 693 Distributionen
Danke für Sicherheit
Danke für Supercomputer
Danke für ein quelloffenes Mobilfunk-OS
Danke für Tux

Auf die nächsten 20 Jahre

Veröffentlicht in Linux | Getagged , , | Kommentieren

Open Source Planetarium: Stellarium

StellariumEs muss nicht immer Google sein. Auch wenn der Suchmaschinenbetreiber mit Google Sky eine beeindruckende Webanwendung für alle Sternengucker geschaffen hat, die vor allem durch die Einbindung der Hubble Showcase Bilder überzeugt, gibt es Alternativen.

Eine quelloffene Alternative, mit viele Funktionen ist z.B. Stellarium. Man sollte sich nicht von den niedrigen Versionsnummern täuschen lassen, Stellarium ist ein ausgereiftes Stück Software und für Windows, Unix und Mac Os X erhältlich.

Welche Funktionen bietet Stellarium?
Das Astronomieprogramm Stellarium bietet in seinem Standardkatalog über 600000 Sterne und kann Zusatzkataloge mit weitere 210 Millionen Sternen einbinden.

Die Grundfunktion ist denkbar einfach: Beim Start gibt man seinen Standort ein, default ist Paris, und bekommt den Sternenhimmel über seinem gewählten Ausgangsort angezeigt. Zeit und Datum lassen sich dabei frei wählen. Verschiedene Filter eröffnen einen neuen Blick auf den Sternenhimmel, so lassen sich z.B. Zoomfaktor (Fernglas, Sternwarte) oder Lichtverschmutzung einbeziehen. Auch verschiedene Himmelsereignisse lassen sich simulieren, von Meteoritenschauern bis zur totalen Sonnenfinsternis ist alles dabei.

Ein wirkliches Highlight ist die quasi fotorealistische Simulation des Sonnenauf- und untergangs. Auf jeden Fall einen Blick wert.Stellarium Sternenhimmel

Astrologiebegeisterte können über beliebige Sternenhimmel einen Layer mit mythologischen Informationen (u.a. westlicher, chinesischer, alt-ägyptischer, polynesischer Kulturkreis) legen und sich so die verschiedenen Sternenbilder und ihre Deutung näher bringen lassen.
Auch gibt es die Möglichkeit zu verschiedenen Planeten zu springen. Auf dem Mars finden sich nicht nur Spuren der Mars-Rover, auch die Sonde selber kann begutachtet werden.
Was Stellarium von Anwendungen wie Google Sky unterscheidet, ist die Möglichkeit auch im professionellen Umfeld genutzt zu werden. So gibt es die Möglichkeit die Bilder von Stellarium auf verschiedenen Wegen auszugeben: Von stereoskopischen Bildern bis zur Fischaugenprojektion oder einer gesonderten Ausgabe für die Projektion auf Kuppeln, wie sie in einem Planetarium üblich sind reicht die Bandbreite.
Stellarium Sternenbilder

Bei dieser Bilderflut etwas verwunderlich: Besitzer von Monitoren oder Laptops mit großem Display/ Widescreen schauen in die Röhre. Wer die volle Breite seines Bildschirm nutzen möchte greift zu einem Texteditor der Wahl und öffnet die config.ini.
Die Werte für screen_w und screen_h definieren die Breite und Höhe der Bildschirmausgabe.

Veröffentlicht in Mud Check | Getagged , , | Kommentieren

Was lange währt… Putty 0.6.1

Vier Jahre sind ins Land gegangen seit die letzte Version von Putty, dem beliebten SSH Client – Terminal veröffentlicht wurde. Unverhofft wurde nun vor ein paar Tagen Version 0.6.1 von Putty veröffentlicht.

Gerade unter Windows erfreut sich Putty großer Beliebtheit, kann man mit dem Programm doch Terminal – Sitzungen auf entfernten Servern starten. Dabei unterstützt Authentifizierung mit SSH, Telnet und Rlogin.
Wer nach vier Jahren Entwicklungszeit nun eine Feature – Welle erwartet, wird enttäuscht werden. Natürlich finden sich neue Features, aber das Hauptaugenmerk dürfte den Bugfixes gegolten haben.

Zu den wichtigen neuen Features gehört mit Sicherheit die Unterstützung von SSH2 mittels GSSAPI und damit auch der Support von Kerberos. X11 Weiterleitung unter Windows funktioniert nun auch gegenüber einem lokalen X-Server, die passende X-Authority Datei voraus gesetzt.
Unter Windows 7 unterstützt Putty nun auch die Aero Oberfläche samt Jump Marks.
Für Unix Systeme kann Putty 0.6.1 mit GTK 2 kompiliert werden, was für´s Auge.
Eine komplette Liste der Änderungen findet sich in der Putty Mailingliste.

Ich persönlich bin in den letzten Jahren mit Putty 0.6.0 gut zurecht gekommen, hatte aber auch nicht mit komplizierten Settings zu tun, in denen ich Ports forwarden musste (wo Putty ja seine Schwächen hat(te?)). Als Unix User ist man verwöhnt was Terminals angeht, im Windows Bereich wird die Luft neben Putty schon dünn.
Bis Windows Vista konnte man auf HyperTerminal zurückgreifen, seit Vista ist HT aber nicht mehr enthalten und muss kostenpflichtig nachgerüstet werden oder auf die Windows Remote Shell zurückgegriffen werden. Ein winrs ?/ in die Eingabeaufforderung ermöglicht dies.
Telnet Clients gibt es wie Sand am mehr für jedes gängige Betriebssystem, auf Grund der Klartext-Übertragung von Passwörtern ist davon aber mittlerweile nur noch abzuwarten.
Bleibt zu hoffen, dass Putty 0.6.2 nicht wieder vier Jahre auf sich warten lässt.

Veröffentlicht in Linux, Mud Check | Kommentieren

Google drückt den +1 Button durch

Google hat schon mit Wave und Buzz versucht ein eigenes, mehr oder weniger soziales, Netzwerk zu etablieren, der große Wurf soll nun mit Google +1 erfolgen. Ganz offiziell wurde nun der +1 Button der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der Einbau geht recht komfortabel vonstatten. Der passende Konfigurator von Google liefert den passenden Code. Einfach gewünschte Button Form und Größe auswählen und den generierten Javascript – Aufruf in den Bereich (oder wahlweise direkt vor das schließende body – tag).
Der zweite Code – Schnipsel wird an der Stelle platziert, an der der Google+1 Counter auftauchen soll.

+1 und der Datenschutz

Hat man den Button auf seiner Website eingefügt, erfahren die Webmaster – Tools sofort ein Update: Unter dem neuen Menü – Punkt +1 – Daten finden sich Aktivität, Zielgruppe und Auswirkungen auf die Suche. An letztem Punkt kann man meiner Meinung nach gut erkennen, wie Google den +1-Button auf dem Markt durchsetzen möchten. Auf den Google Hilfeseiten wird dem geneigten Leser an jeder Ecke der vorteilhafte Effekt des +1 Buttons auf das Ranking in den SERPs angedient. Spätestens in den Webmaster – Tools kann man sich dem positiven Effekt auf die Klickrate nicht mehr entziehen. Die Stoßrichtung von Google ist klar, auf jeder Seite soll ein entsprechender Button verbaut werden.
Continue reading “Google drückt den +1 Button durch” »

Veröffentlicht in Seo | Getagged , , , | Kommentieren

openSUSE:Medical – Linux für Ärzte

Für jede Anforderung gibt es mittlerweile eine passende Linux – Distribution, von der Desktop – Distribution bis hin zum kompletten Tonstudio. Zu den ernsthafteren und ambitionierteren Linux – Distributionen gehört openSUSE:Medical.
Ziel der Distri ist es Ärzten, Kliniken und Praxen eine Distribution an die Hand zu geben, die den täglichen Arbeitsablauf in einer Arztpraxis abbilden und erleichtern kann. Mitte 2010 wurde der Gecko für Heilberufe in einem frühen, nur eingeschränkt lauffähigem, Preview mit der Versions – Nummer 0.0.6 vorgestellt. Aktuell präsentiert das Projekt mit Version 11.4 ein stable Release, geeignet für den täglichen Einsatz.
Der bekannte SUSE Unterbau samt KDE – Desktop wird durch verschiedene Programme ergänzt, die den Weißkitteln die Arbeit erleichtern sollen. Continue reading “openSUSE:Medical – Linux für Ärzte” »

Veröffentlicht in Linux | Getagged , , , , , | 1 Kommentar

IPv6 Tag – Ein Tag ohne Google und facebook?

Am 8. Juni wird das neue Internet Protokoll 6 von Google und Co. Großflächig getestet. Warum dies für einige (Mac Os X) Nutzer einen Tag ohne facebook und Co. bedeuten und was man dagegen tun kann, verrät Der Morast.

IPv4 am Ende

Vor einigen Wochen geisterten Meldungen wie „Internet Adressen werden knapp“ oder „Internet Adressen aufgebraucht“ durch den (Boulevard-) Blätterwald. Dahinter steckt die Vergabe der letzten IPv4 Adressen. IPv4 steht dabei für Internet Protokoll in Version 4. Dieses Protokoll ist das Grundgerüst des modernen Internets und stellt Adressen bereit unter denen Teilnehmer (~Computer) zu erreichen sind. Das IPv4 ist ein 32 -Bit System und bietet damit 232 Adressen, also 4294967296 eindeutige Zuordnungen.
In den Anfangstagen des Internets schien diese Summe unerreichbar, durch das rasante Wachstum des Webs wird es nun Zeit auf ein neues Protokoll zu wechseln: IPv6.

Vergrößerter Adressraum

IPv6 basiert auf einem 128 – Bit System und kommt damit auf 2128 Adressen was 3,4 * 1038 Adressen entspricht (Sextillionen, viele davon). Sollte sich die Erdbevölkerung und/ oder der Planet sich nicht drastisch vergrößern, sollte man mit diese Adressen halbwegs zukunftssicher sein. Bevor IPv6 überhaupt gestartet ist beginnt aus diesem Grund auch schon eine Datenschutz – Diskussion, die man mit Interesse verfolgen sollte. Die schiere Anzahl an IPv6 Adressen ermöglicht theoretisch jedem Endgerät eine statische IP zuzuweisen und damit das Gerät dauerhaft identifizierbar zu machen.
Continue reading “IPv6 Tag – Ein Tag ohne Google und facebook?” »

Veröffentlicht in Allgemein | Getagged , , , | 1 Kommentar

Google Scribe – Am Anfang war das Wort

Zu den österlichen Feiertagen, mal nichts besinnliches sondern eher etwas lustiges.
Die Textverarbeitungsprogramme Microsoft Office, Open Office und Libre Office bieten alle eine Funktion, die Vorschläge macht, wie ein begonnenes Wort zu beenden ist. Microsoft ist eher dezent mit einem gelben Kästchen samt Vorschlägen, wohingegen Auto – Vervollständigen in Open Office und Libre Office gerade in längeren Dokumenten anstrengend werden kann.
Google setzt den Ansatz von Auto Vervollständigen in Google Scribe konsequent fort. Der Suchmaschinen – Riese möchte mit den Suggestions das Schreiben beschleunigen und ganze Sätze oder Phrasen vervollständigen.
In englischer Sprache ist die Funktion schon länger in der Online Textverarbeitung vorhanden, in den Google Labs kann man sich nun auch auf deutsch austoben. Continue reading “Google Scribe – Am Anfang war das Wort” »

Veröffentlicht in Mud Check | Getagged , , , | Kommentieren